Über mich

Hinter dem Blog „4 Räder und 1 Brett“, oder einfach 4R1B, steht genau so ein Typ Mensch, wie man ihn dort schlichtweg vermuten würde: Martin, damals ein Mittzwanziger, ohne Frau und ohne Geld. Wohnhaft in Bautzen, einem noch nicht gänzlich verschlafenen Städtchen in der sächsischen Oberlausitz. Er ist, wie sehr viele andere in dem Alter, bekloppt genug, sich ein altes Auto zu kaufen, jedoch ohne ausreichendes Kfz-Fachwissen. Höchstes mit den handwerklichen Grundkenntnissen, die ihm sein Vater mit auf den Weg gegeben hatte.

Heute, ein knappes Jahrzehnt später, sieht die Welt gänzlich anders aus: Martin ist Anfang Dreißig, ist glücklich verheiratet und lebt und arbeitet in der Landeshauptstadt Dresden. Aus dem damaligen Grünschnabel, der keine Ahnung hat, was er da eigentlich tut, ist zumindest jemand geworden, der weiß was er in diesem Leben nicht mehr lernen wird. Dazu zählt sehr wahrscheinlich Schweißen, Lackieren und noch einiges andere mehr. Doch nach einer fast vierjährigen Schaffenspause und dem festen Willen, diesen seinen Opel Kadett doch noch irgendwann auf die Straße zu bringen, hat er sehr viel Wissen hinzugewonnen. Hin und wieder aus begangenen Fehlern, doch meist von den Tipps und gut gemeinten Ratschlägen der alten Hasen, die sich teilweise schon seit über 40 Jahren mit der Materie auseinandersetzen.

Rückblickend über sich selbst und dann auch noch in der Dritten Person zu schreiben, ist schon lustig, aber irgendwann auch lächerlich :-D Nicht dass noch jemand denkt, ich lasse diesen Text von jemand anderem schreiben … Zurück zum Thema: Seit der besagten Schaffenspause schreibe ich meine Erfahrungen, ob sie nun positiv oder negativ sein mögen, in diesem Blog auf. Wo ich anfangs davon ausging, diese Zeilen eher für mich allein zu schreiben, hat sich über die Zeit eine kleine treue Leserschaft herausgebildet, die nun mindestens einmal pro Monat von mir mit einem neuen Blogbeitrag „versorgt“ wird. Es freut mich überaus und motiviert mich umso mehr, wenn sich aus diesen Beiträgen kleine Diskussionen oder Fachsimpeleien über das jeweilige Thema ergeben. Tatsächlich schaffe ich es sogar, und das eher unfreiwillig, damit meine Leser bei ihren eigenen Projekten zu motivieren.

Nun könnte man denken, das sei ja alles schön und gut. Aber warum ist es gerade ein Opel geworden und kein VW oder BMW? War das Zufall? Als ich den Kadett C gekauft habe, hätte ich auf diese Frage noch mit ja geantwortet. Doch wenn man sich einmal die automobile Evolution meiner Familie vor Augen führt, liegt die Vermutung nahe, dass mir die Begeisterung für Opel, speziell für den Kadett, bereits mit in die Wiege gelegt wurde. Denn sogar mein lieber Opa fuhr einen. Einen Typ I aus den Jahren 1936-1940, den man damals für 2.100 Reichsmark bekam. Heute wären das ungefähr 9.000 Euro. Bevor Mitte der 1960er Jahre dieser erste Opel in unsere Familie kam, wurde er, laut der Überlieferung meines Vaters, als Ackerschlepper(!) in Brandenburg genutzt.

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Neben der baugleichen Cabrio-Limousine eines Freundes: der Kadett I meines Großvaters.

Und auch sonst wurden in meiner Familie keine Anstrengungen unterlassen, mich an die Marke mit dem Blitz heranzuführen. Zwar war das erste „Westauto“ in der Familie ein Madza 626, dem folgte dann jedoch 1995 ein Omega A und Mama bekam kurze Zeit später einen Kadett E.
Der Kadett war nun nicht so spektakulär, die „Omi“ dagegen schon. Denn der 2,6-Liter-Sechszylinder hatte glücklicherweise ein Automatikgetriebe, so dass ich im zarten Alter von 10 Jahren schon mal auf den heimischen Wiesen meine Runden drehen durfte. Dieses Auto war damals ein kleiner Traum, erst recht auf der Autobahn. Mit der unscheinbaren „S“-Taste auf dem Wählhebel gab’s kein Halten mehr, und auch die 260 Stundenkilometer auf der Instrumententafel waren für die Tachonadel längst kein fremdes Gebiet.

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Meine Eltern als stolze Besitzer eines Omega A: ein 2,6-Liter-Sechszylinder mit 150 PS

2002 hielt dann ein Omega B, mit dem 2,2-Liter-Turbodiesel-Aggregat aus dem 5er BMW, Einzug in die heimische Garage. Kurze Zeit später kam für Mama schliesslich ein Agila A hinzu. Letzterer war ein mickriger 1,0-Liter-Dreizylinder von Opel in einem wirklich hässlichen Suzuki-Kleid. Dieses Auto wünscht man ehrlich gesagt niemandem. Das Problem war nur, dass dieses Auto nicht nur außerordentlich günstig im Unterhalt war, sondern dazu auch noch furchtbar praktisch, unglaublich geräumig und auch kaum kaputt zu bekommen war. Diese Hutschachtel habe ich folglich irgendwann von meiner Mutter übernommen und erst in 2017 weiterverkauft.
Damit wurde das Kapitel „Opel als Alltagsauto“ jedoch vorerst geschlossen, da für mich und meine Liebste nun ein böhmischer-mährischer Knödelbomber (Škoda) unter dem Carport steht. Wer weiß, vielleicht kommt Opel früher oder später noch einmal dorthin, wo sie einst in ihren besten General-Motors-Zeiten waren. Dann könnte auch ich mir wieder vorstellen, einen modernen Opel zu fahren. Doch lediglich aus Verbundenheit zu den alten Schätzen wird das nicht geschehen.

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4 Antworten auf “Über mich”

  1. Habe ein problem mit den fensterschachtgummis…habe keine klamern …da ich außen die cromleisten noch dran hab …oder neue gummis…?kann mir wer einen tip geben

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